Welche Möglichkeiten bieten sich in der Unternehmenfinanzierung?
27. Juli 2011 # 14:19 # Finanzen # Keine Kommentare
Für Unternehmen ist es in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden, sich zu finanzieren. Die Banken sind nicht zuletzt angesichts der Basel-III-Richtlinien gehalten, die Kreditvergabe an immer strengeren Maßstäben zu orientieren. Um das Ziel einer Unternehmensfinanzierung zu erreichen, können aber auch andere Wege beschritten werden.
Der herkömmliche Weg
Der herkömmliche Weg einer Unternehmensfinanzierung ist neben dem der Finanzierung über eine Bank die Beteiligung einer dritten Person oder eines anderen Unternehmens. Hier bietet das Gesellschaftsrecht eine Reihe unterschiedlichster Beteiligungsformen. Es kommt darauf an, in welcher Form der Unternehmensinhaber bereit ist, eine dritte Person in den Geschäftsbetrieb einzubeziehen und ihr Mitsprache- und Entscheidungsrechte zuzugestehen. In diesem Fall kann der Dritte in der GmbH Gesellschafter werden und übernimmt gegen Zahlung des entsprechenden Kaufpreises einen Gesellschaftsanteil. Er kann seine Rolle aber auch auf die eines stillen Gesellschafters beschränken, der nur Kapital einbringt und sich ansonsten aus der Unternehmensführung heraushält. Aktiengesellschaften beschaffen sich neues Kapital durch die Herausgabe neuer Aktien. Dies hat den Vorteil, dass sich die Beteiligung Dritter ebenfalls auf die reine Beteiligung beschränkt und die Aktionäre ihre Mitspracherechte allenfalls im Rahmen der Hauptversammlungen wahrnehmen können.
Das Mezzaninekapital
Eine weitere Variante der Unternehmensfinanzierung ist die des Mezzaninekapitals. Hier bringen private Kapitalgeber Kapital in ein Unternehmen ein, das sich weniger an den Richtlinien einer Bankenfinanzierung orientiert und bewusst auf die mit einer Beteiligung einhergehenden Risiken abstellt. Diese Unternehmensfinanzierung mit Risikokapital eignet sich vor allem auch für Unternehmensgründer mit einer innovativen Geschäftsidee, die wirtschaftliches Potential verspricht, aber über eine reine Bankenfinanzierung nicht zum Zuge kommen würden. Auch sind die Konditionen, unter denen das Kapital für eine solche Unternehmensfinanzierung zur Verfügung gestellt wird, flexibler und mehr auf die konkrete Situation des Unternehmens ausgerichtet. Der Profit der Kapitalgeber ist mehr langfristig angelegt. Man geht davon aus, dass ein Unternehmen gerade in der Anfangsphase nur wenig Ertrag ausschüttet und alles verfügbare Kapital in den Aufbau investiert, aus dem sich dann langfristig eine angemessene Rendite ergibt. Die Konditionen der Beteiligung sind im Übrigen frei verhandelbar. Erfahren Sie hier mehr.
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